Historische "Hardware":
Schulprojekt von Steve Jobs wird versteigert

Das Auktionshaus RR Auction versteigert momentan über 200 seltene Stücke aus der Geschichte von Apple. Neben geheimen Prototypen sichern sich zahlungskräftige Sammler dort auch ein privates Schulprojekt des jungen Steve Jobs.

    Historische Apple-Auktion gestartet

    Das Auktionshaus RR Auction veranstaltet derzeit den zweiten Teil seiner Versteigerung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Apple. Im Zentrum der Online-Auktion stehen über 200 historische Objekte aus der Geschichte des kalifornischen Unternehmens. Die Gegenstände stammen teilweise direkt aus dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Jobs in Los Altos.

    Ein seltenes und sicherlich besonders interessantes Objekt ist ein Schulprojekt ("Science Fair") von Steve Jobs aus der achten Klasse. Die Arbeit mit dem Titel "What Is the Silicon-Controlled Rectifier?" datiert auf den 29. Februar 1968 und umfasst ein Holzdisplay mit zwei Testschaltkreisen sowie einen zehnseitigen Bericht.

    Schulprojekt Steve JobsSchulprojekt Steve JobsSchulprojekt Steve JobsSchulprojekt Steve Jobs
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    Jobs hinterließ seinen damaligen Lehrern zudem die schriftliche Warnung, die Konstruktion nach dem Test unbedingt vom Stromnetz zu trennen. Die Warnung an die Lehrer sollte vermutlich ein Durchbrennen der Schaltkreise verhindern.

    Laut einem Bericht von 9to5Mac stammt das Schulprojekt aus dem Privatbesitz des Stiefbruders von Jobs und befand sich viele Jahrzehnte im Elternhaus. Das Auktionshaus schätzt den finalen Verkaufspreis auf über 20.000 Dollar (etwa 17.274 Euro), zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels lag das Höchstgebot bei 5500 Dollar (etwa 4750 Euro).


    Bereits im ersten Teil der Jubiläumsauktion Anfang des Jahres erzielte ein von Jobs und Steve Wozniak signierter Scheck einen Preis von 2.400.000 Dollar (rund zwei Millionen Euro). Neben dem frühen Werk des späteren Gründers von Apple bietet die aktuelle Auktion weitere seltene Hardware. Ein funktionsfähiger Apple-1-Computer aus dem Jahr 1977, der in einem Schreibmaschinengehäuse verbaut ist, erreichte rasch Gebote von über 205.000 Dollar (etwa 177.000 Euro).

    Seltene Prototypen und Andenken

    Für Sammler und Technik-Historiker bietet die Versteigerung zudem Einblicke in die Entwicklung bekannter Produkte, dazu zählt u. a. ein sogenannter Stealth iPod. Das frühe Testgerät wurde von den Apple-Ingenieuren in ein absichtlich übergroßes Gehäuse gepackt, um das endgültige Design vor der Veröffentlichung im Jahr 2001 geheim zu halten.

    Die Auktion deckt eine breite Preisspanne ab und beinhaltet sowohl teure Unikate als auch erschwinglichere Werbeartikel. Zu den weiteren Verkaufsstücken zählen unter anderem ein von Steve Jobs signierter Scheck der Apple Computer Company, original verpackte iPhones der ersten Generation, eine signierte Visitenkarte aus den späten 1980er Jahren sowie verschiedene historische Werbeplakate und Präsentationsmappen.

    Solche Auktionen veranschaulichen, wie stark das Interesse an der frühen Geschichte der Heimcomputer weiterhin bleibt. Gleichzeitig treiben zahlungskräftige Sammler die Preise für historische Technik in enorme Höhen. Das hat den Nachteil, dass der Zugang zu solchen technikgeschichtlichen Artefakten für öffentliche Museen und Ausstellungen zunehmend erschwert wird. Darum bleibt ein Großteil solcher Objekte der Öffentlichkeit verborgen.

    Würdet ihr für ein Stück Technikgeschichte so viel Geld ausgeben? Teilt eure Gedanken zu historischen Auktionen gerne in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Das Auktionshaus RR Auction versteigert über 200 seltene Apple-Exponate
    • Ein Schulprojekt von Steve Jobs aus dem Jahr 1968 steht zum Verkauf
    • Ein seltener Apple-1-Computer im Schreibmaschinengehäuse wird versteigert
    • Unter den Objekten befindet sich auch ein seltener Stealth-iPod-Prototyp
    • Die hohen Preise erschweren Museen den Zugang zu Technikgeschichte

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